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Sendung am 02.09.2009: Karriere in China und Oriental-Chill-Out vom allerfeinsten!

Karriere in Shanghai
Shanghai ist ein wahres Schlaraffenland, meint Lorenz Wagener, der dort ein Unternehmen gegründet hat. Neben Chancen gebe es aber auch Gefahren. Die Metropole sei voll von Erfolgsstories, aber auch voll von Misserfolgen. "In Deutschland kann man eigentlich nur dann einen neuen Kunden gewinnen, wenn man jemand anderem einen Kunden wegnimmt", sagt Lorenz Wagener. Shanghai dagegen ist für den jungen Deutschen, der vor fünf Jahren in der chinesischen Metropole eine Firma für fotografische Dienstleistungen und Marketing gegründet hat, ein wahres Schlaraffenland: "Ich kann nur für mich sagen, dass es derzeit der Ort ist, wo es sehr, sehr spannend ist zu sein. Ich habe letztens gelesen, dass es rund 250 Firmen sind, die im Monat neu nach Shanghai kommen und die in Shanghai ihre Büros aufmachen." In Shanghai herrsche kein Verdrängungswettbewerb. Es sei ein stark wachsender Markt, der ständig neue Dinge und neue Dienstleistungen brauche, so der Unternehmer. Zu beginnen ist leicht, erfolgreich zu überleben, das ist die hohe Kunst. Wagener brauchte zur Firmengründung eigentlich nur eine gute Idee, Mut und chinesische Freunde, die im ersten Jahr ihren Namen hergaben, um die Sache als lokales Unternehmen zu starten, was deutlich billiger ist. Wir stellen heute das Erfolgskonzept von Jungunternehmer Lorenz Wagener vor und informieren über Risiken und Chancen einer Karriere in Shanghai.

Best of Oriental-Chill-Out!
In der Zweiten Hälfte der Sendung, ab 22:30, wirds heute ganz besonders gemütlich. Wir spielen das chilligste, was der Orient zu bieten hat! Das bedeutet: Regler aufdrehen, zurücklehnen und eintauchen in ferne fremd-vertrauliche Klänge aus Orient und Asien... Wir hören unter anderem Musik aus Andalusien, die persische Band Niyaz, Afel Bocoum aus Mali, Rasha aus dem Sudan, Baba Zula aus der Türkei, Kat-Tun aus Japan, das Kairo Orchestra aus Ägypten, Han-Shin aus China und viele viele andere mehr...



Niyaz - "Arezou"

Sendung am 17.05.2009 - "Al-Andalus": Das islamische Spanien im Mittelalter

Im Frühjahr des Jahres 711 n.Chr. landete ein aus Berbern und Arabern bestehendes muslimisches Heer unter Tariq ibn Ziyad bei Gibraltar, um das zu jener Zeit westgotische Spanien zu erobern. Da Tariq die schnelle Besetzung der Hauptstadt Toledo gelang, kam es nur noch regional zu Widerstand der Westgoten gegen die Muslime. Die Eroberer brachten den Islam, der im Maghreb bereits durchgesetzt worden war, somit nach Europa. Bis zur spanischen Reconquista und der endgültigen Vertreibung im Jahre 1492 n.Chr., herrschten die Araber fast 800 Jahre über den Großteil der iberischen Halbinsel. Während der Rest Europas im finsteren Mittelalter versank, erlebte das damalige Spanien ("Al-Andalus") unter der Fremdherrschaft eine Blütezeit, die die Geschichte Europas für immer prägen sollte. Noch heute zeugen in vielen spanischen Städten die Spuren von dieser muslimischen Hochkultur. Architektonische Meisterwerke wie die Alhambra oder die Moschee von Cordoba (siehe Foto) stellen lediglich die Highlights andalusischer Baukunst dar. Auch in Sachen Wissenschaft, Philosophie und der Künste inspirierte Al-Andalus den europäischen Kontinent nachhaltig.

In der Musik drückt sich das arabische Erbe Spaniens noch heute aus: So entstand unter anderem das spanische Flamenco, dem wir uns heute schwerpunktmäßig zuwenden möchten. Unser Musikredakteur Felix Fuhrmann hat einige schöne Sachen im Gepäck und klärt uns auf über Zusammenhänge und historische Entwicklungen zwischen der arabischen Musik und dem was wir gemeinhin unter "Flamenco" verstehen. Wir hören unter anderem Tracks der flamenco-fusion Bands "Chambao" (Sevilla), "Ojos de Brujo" (Barcelona), "Macaco", "Elena Andujar", "El Bicho" und viele andere mehr.


Ojos de Brujo - "Todos Mortales"



Chambao - "Papeles mojados"





Sendung am 15.03.2009 - 50 Jahre Tibetischer Volksaufstand

In der heutigen Sendung steht Tibet im Mittelpunkt. In dieser Woche findet das 50. Jubiläum des tibetischen Volksaufstands gegen die Besetzung Tibets durch die kommunistische Volksrepublik China statt, die letztendlich zur Flucht des 14. Dalai Lama ins indische Exil führte.

Hintergrund:
Kurz nachdem die Kommunisten 1949 im chinesischen Kernland die Macht erobert hatten, kündigten sie die "Befreiung“ Tibets an. 1950 überschritten sie den Yangtse an der Grenze zu Tibet. Auf Widerstand durch die schwach ausgerüstete tibetische Armee treffen sie kaum. Unter Druck unterschreibt eine Delegation des Dalai Lama das sogenannte 17-Punkte-Abkommen. Darin erkennt Tibet die chinesische Herrschaft über Tibet an, und erhält dafür die Zusage einer vollständigen Autonomie. Das politische System Tibets soll nicht angetastet werden. Der 14. Dalai Lama, der seit 1950 im Amt ist, fügt sich nach anfänglichem Zögern in die neuen Verhältnisse. Der Dalai Lama bekennt später in seiner Autobiografie, eine "regelrechte Begeisterung für die Vereinigung Tibets und Chinas entwickelt zu haben. Doch gegen Ende der fünfziger Jahre verschlechtert sich das Verhältnis schnell. Die Tibeter werfen China vor, sich nicht an die Zusagen zu halten. Gerüchte über eine geplante Entführung des Dalai Lama führen im März 1959 zu einem Volksaufstand, der brutal niedergeschlagen wird. Der Dalai Lama flieht nach Indien und China erklärt die tibetische Regierung für aufgelöst.

Tibet wird natürlich auch musikalisch thematisiert. Diese Woche haben wir darüberhinaus auch Neuvorstellungen aus Südkorea und dem Iran.

Hier ein kleiner Vorgeschmack aus Ägypten mit der aus Marokko stammenden arab-pop Queen Samira Said:



Samira Said - "Ma Khalas"


(12.03.2009) Nachtrag:

Wir wagen natürlich wie immer auch einen kleinen Blick vor die europäische Haustüre:

Wir hören diesmal u.a. CHAMBAO aus dem spanischen Andalusien (Málaga) mit ihrem sehr schönen Stück 'Pokito a Poko'.....



CHAMBAO - 'Pokito a Poko'