1979 ist die Islamische Republik Iran ausgerufen worden. Vieles in dem Gottesstaat sollte besser werden als unter dem alten Schah-Regime. Doch 30 Jahre nach der islamischen Revolution gibt das Land ein desaströses Bild ab: Die Islamische Revolution versprach mehr soziale Gerechtigkeit, dennoch wachsen die sozialen Unterschiede im Land, die Armut wird größer und die Auswanderungsbewegung stärker. Der zu vermutende Wahlbetrug, der dem amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu einer zweiten Amtzeit verhelfen sollte, war offenbar der Tropfen, der das Fass bei vielen Iranern zum Überlaufen brachte.
Mithilfe des Bonner Islamwissenschaftlers und Iran-Experten Tilman Böcker werden wir in der heutigen Sendung nicht nur die aktuellen brisanten Entwicklungen beleuchten, sondern auch die Geschichte Irans und der persischen Kultur behandeln.
Neben Musik aus dem restlichen Asien, legen wir den Schwerpunkt heute vor allem auf den persisch-sprachigen Kulturraum, der sich längst nicht nur auf den Iran beschränkt. Unter anderem stellen wir das neue Album "Dimbology" (2009) der iranischen Band Black Cats vor....
An diesem Mittwoch könnt ihr uns, Lofana & Double-M - im Rahmen der Fachschaftsparty der Orient- und Asienwissenschafen in Bonn - live erleben! Die Party findet parallel im goldenen Engel und der 3Raumwohnung statt, wobei im goldenen Engel die Ostasien-Party steigt. Dort bekommt ihr vorwiegend Musik aus Asien, also J&C-Pop geliefert. Wir rocken die 3Raumwohnung mit allem, was West-Asien an tanzbarem bereit hält. Von Indien bis Rumänien, türkische und persische Klänge, BalkanHotstep & BhangraAusraster, Rai'n'B & Reggae, Dancehall, Ska und vieles mehr. Auf jeden Fall darf hier gut und gerne bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, getanzt und getrunken werden! Wir und alle anderen freuen uns auf dich: also sei am Start!
China ist Gastland der Frankfurter Buchmesse, die vom 14.-18. Oktober diesen Jahres ihre Tore öffnet. Zum allerersten Mal präsentiert das Land seine Kultur auf einer internationalen Bühne.
Chinesische Tradition gemischt mit westlicher Moderne, so will der Künstler und Designer Li Jiwei sein Land auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren. "Wir werden weitergehen. Das ist wichtig. Wurzel bleibt Gut", fasst er sein Konzept zusammen. Es handelt sich um einen Spagat zwischen hypermoderner Dynamik und Rückbesinnung auf die Werte des Konfuzius. Für diese Selbstdarstellung bietet die Frankfurter Buchmesse dem bevölkerungsreichsten Land der Welt erstmals eine große Bühne. Mit großem Aufwand wird China in Frankfurt auftreten. Über 400 Veranstaltungen soll es während der Buchmesse geben: Von der Lesung eines Romans über die Minderheit der Ewenken bis hin zum Auftritt des Starpianisten Lang Lang beim Galakonzert in der Alten Oper.
In der heutigen Sendung geben wir vor allem einen historischen Überblick über die Literatur der ältesten noch lebendigen Kultur der Welt und den literarischen Wandel im vorigen Jahrhundert. Auf die besondere Rolle der Bonner Sinologie in Bezug auf die chinesische Literatur gehen wir auch ein.
Musikalisch möchten wir es nicht versäumen Euch schonmal einen Vorgeschmack auf tanzbares aus Nah- und Fernost zu liefern, zumal am kommenden Mittwoch, 17. Juni die zweite OrientAsiaParty in der 3Raumwohnung und dem Goldenen Engel steigt und unser Team auch dort für Musik sorgen wird! Ab 22:30 halten die Moderatoren sich also verstärkt zurück und feuern stattdessen nonstop Partykracher aus dem Orient ab...
Das Engagement Chinas auf dem afrikanischen Kontinent haben die Europäer in den letzten zwei bis drei Jahren mit Unbehagen verfolgt. Da macht das Reich der Mitte Geschäfte mit Diktatoren, die der Westen isolieren will, nimmt Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen kommentarlos in Kauf uns schert sich wenig um die Standards, die Europa in den letzten Jahren versucht hat, in der Entwicklungshilfe einzuführen. Als jetzt in der Wirtschaftskrise erste Berichte über geplatzte chinesische Investitionsvorhaben kamen, mag mancher Europäer mit Erleichterung reagiert haben...
Als China vor einigen Jahren auf den afrikanischen Kontinent drängte, hatte es Geld und Energiehunger. Nun ist das Land selbst von der Wirtschaftskrise getroffen. Was bedeutet das für das chinesische Afrika-Engagement?
Weiterhin stellen wir den Film "Der Rote Punkt" (Japan/Deutschland 2009)vor, der in der vorigen Woche in deutschen Kinos gestartet ist.
Worüber lachen denn eigentlich die Japaner? Spätestens wenn man sich "Takeshis Castle" anschaut, beschleicht einen eine gewisse Ahnung über Japanischen Humor und der Unterschied zu dem worüber wir lachen wird sehr deutlich. Doch warum ist das so? Unsere Kollegin Esther Broders geht in der heutigen Sendung dieser Frage nach und bietet so einige Aufklärung...
Weiterhin bekommen Superman&Co. arabische Konkurrenz! Nicht nur einen Helden, sondern gleich 99 hat der Kuwaiter Naif al-Mutawa erfunden. Äußerlich sind seine Comic-Helden kaum von Charakteren à la Batman zu unterscheiden. Wie aber verhält es sich mit den Werten, die Jabbar, Noora und all die anderen Heroes vermitteln? „Ich habe mich am Koran orientiert und an den multikulturellen, positiven Botschaften, die ich dort finden konnte", sagt Al-Mutawa. Großzügigkeit, Weisheit, Mitgefühl seien zwar islamische, aber zugleich universelle Werte, die jeder seinen Kindern vermitteln wolle: "Für mich gibt es keine Werte, die man einer Religion allein zuordnen kann." Frei von Religion und kulturellen Zuordnungen sind auch die westlichen Comics nicht. Dieser Frage gehen wir auch nach...
Heute zu Gast im Studio ist die Asienwissenschaftlerin und Afghanistan-Kennerin Wagma Bromand, die uns nicht nur eine kleine Einführung in die Geschichte Afghanistans liefert, sondern uns auch an ihren eigenen Eindrücken und Erfahrungen mit dem vielseitigem Land teilhaben lässt. Wir diskutieren auch die Konflikte und Schwierigkeiten, denen sich der Vielvölkerstaat am Hindukusch seit nunmehr dreißig Jahren gegenübersieht.
In musikalischer Hinsicht nähern wir uns vor allem der produktivsten Zeit afghanischen Musikschaffens und hören einige Stücke aus dem Afghanistan der 1970er Jahre und haben auch einige Neuvorstellungen aus Japan (u.a. das japanische Pop-Duo "Zwei")
Wie an jedem Sonntag erwartet Euch weiterhin ein bunter Mix aus orientalischer-, asiatischer- und Weltmusik.
Im Frühjahr des Jahres 711 n.Chr. landete ein aus Berbern und Arabern bestehendes muslimisches Heer unter Tariq ibn Ziyad bei Gibraltar, um das zu jener Zeit westgotische Spanien zu erobern. Da Tariq die schnelle Besetzung der Hauptstadt Toledo gelang, kam es nur noch regional zu Widerstand der Westgoten gegen die Muslime. Die Eroberer brachten den Islam, der im Maghreb bereits durchgesetzt worden war, somit nach Europa. Bis zur spanischen Reconquista und der endgültigen Vertreibung im Jahre 1492 n.Chr., herrschten die Araber fast 800 Jahre über den Großteil der iberischen Halbinsel. Während der Rest Europas im finsteren Mittelalter versank, erlebte das damalige Spanien ("Al-Andalus") unter der Fremdherrschaft eine Blütezeit, die die Geschichte Europas für immer prägen sollte. Noch heute zeugen in vielen spanischen Städten die Spuren von dieser muslimischen Hochkultur. Architektonische Meisterwerke wie die Alhambra oder die Moschee von Cordoba (siehe Foto) stellen lediglich die Highlights andalusischer Baukunst dar. Auch in Sachen Wissenschaft, Philosophie und der Künste inspirierte Al-Andalus den europäischen Kontinent nachhaltig.
In der Musik drückt sich das arabische Erbe Spaniens noch heute aus: So entstand unter anderem das spanische Flamenco, dem wir uns heute schwerpunktmäßig zuwenden möchten. Unser Musikredakteur Felix Fuhrmann hat einige schöne Sachen im Gepäck und klärt uns auf über Zusammenhänge und historische Entwicklungen zwischen der arabischen Musik und dem was wir gemeinhin unter "Flamenco" verstehen. Wir hören unter anderem Tracks der flamenco-fusion Bands "Chambao" (Sevilla), "Ojos de Brujo" (Barcelona), "Macaco", "Elena Andujar", "El Bicho" und viele andere mehr.
Der 4. Mai ist für die Chinesische Nation von ungeheuer wichtiger Bedeutung: Das Datum markiert den Umbruch von Chinas Kaiserreich in die Moderne. Die Bezeichnung "4. Mai-Bewegung" selbst geht auf die Ereignisse im Mai des Jahres 1919 zurück, die nur aus dem Zusammenhang der Bildungsinitiativen sowie der weitgehend von ausländischem Kapital kontrollierten Industrialisierung in den Küstenstädten zu verstehen sind. Einige Gelehrte nennen sie die chinesische Aufklärung. Überhaupt nahmen die wesentlichen modernen politischen und literarisch-geistigen Strömungen ihren Ausgang von der 4.-Mai-Bewegung, und auch die marxistischen Studienzirkel, die dann in die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) im Jahre 1921 mündeten, gehören in den Kontext dieser Bewegung, ebenso wie die liberal-demokratischen Positionen und der Ruf nach einer wissenschaftlichen Kultur. Am vorigen Montag feierte die 4. Mai-Bewegung ihr 90. Jubiuläum. Aber auch der an die 4. Mai-Bewegung angelehnte Studentenaufstand von 1989, der von der chinesischen Armee am Tiananmen-Platz in Peking ("Platz des himmlischen Friedens") blutig niergeschlagen wurde feierte in dieser Woche sein Jubiläum: Zwanzig Jahre ist das nun her....
In der heutigen Ausgabe der OrientAsiaLounge® rollen wir die Ereignisse auf und hören dazu die Expertenmeinung von Mathias Bölinger (Deutsche Welle). Wir werden auch erkunden was sich seit Tiananmen 1989 bei den chinesischen Studenten getan hat: Politikverdrossenheit oder ein Aufkeimen neuer Demokratieaktivisten in der heutigen Studentengeneration?
Natürlich gehts musikalisch heute verstärkt in den chinesisch-sprachigen Raum. Wir hören neue Musik aus Taiwan, Hongkong und dem chinesischen Festland. Das neue Album nine heavens des indisch-iranischen Trios Niyaz werden wir Euch vorstellen und einiges daraus hören...
An diesem Wochenende fand in Münster erstmalig ein von Studierenden der Arabistik und Islamwissenschaften organisiertes Symposium statt. Hier begegneten sich Studierende und Experten der Islamwissenschaft aus ganz Deutschland, um über aktuelle Belange und Fragestellungen des Faches zu diskutieren. Das Symposium unter dem Motto 'Iftah ya Simsim – Eine Tür zum modernen Orient?' diente auch dem Zweck, Impulse bezüglich möglicher Tätigkeitsfelder und Synergie-Effekte einer verstärkt interdisziplinären Ausrichtung des Faches zu setzen.
Neben Vorträgen nahmhafter Experten der Orientalistik (Prof. Dr. Thomas Bauer (Uni Münster), Prof. Dr. Marco Schöller (Uni Münster) und Medienexpertin Dr. Sabine Schiffer) fanden auch Zahlreiche Vorträge von Studierenden aus ganz Deutschland statt. Das Symposium war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und wird im nächsten Jahr in der Uni-Bamberg fortgesetzt werden. Für Studierende und Interessierte der Islamwissenschaften ein unbedingtes Muß!
In der heutigen Sendung werden wir über Inhalte des Symposiums aufklären, aber auch über das außerordentliche Kulturangebot an diesem Wochende berichten.
Weiterhin freuen wir uns den Religionswissenschaftler Christof Drobny heute bei uns als Gast im Studio begrüßen zu dürfen, der uns von seinen Eindrücken über eine kürzlich unternommene Indien-Reise berichtet.
Das Programm wird natürlich wie immer mit einer breitgefächerten Musikauswahl aus dem orientalischen und fernöstlichen Raum abgerundet werden...
back again: Am Mittwoch war OrientAsia-Party der Fachschaft für Orient- und Asienwissenschaften am Campus Bonn. Eine anständige Sause! Falls ihr zu den wenigen gehört, die dem Spaß fernbleiben mussten - keine Sorge, wir werden uns heute fürsorglich um euch kümmern und Euch von der geballten Kraft einer erfolgreichen Doppel-Party berichten!
Wir setzen des weiteren den thematischen Schwerpunkt heute auf den Maghreb. Wer nicht genau weiß was sich hinter diesem Begriff verbirgt, wird spätestens in dieser Sendung aufgeklärt werden. Die arabische Bezeichnung Maghreb (deutsch: "der Westen") bezieht sich nicht etwa auf das was wir heutzutage allgemein unter "den Westen" verstehen. Vielmehr ist hier der äußerste Westen der arabischen Welt gemeint. Bei uns nennt sich das ganze dann "Nordafrika". Um es auf den Punkt zu bringen: Es geht um die Geschichte, Kultur und die aktuelle Situation von Tunesien, Algerien und Marokko. Eine kleine Exkursion in das islamische Spanien des Mittelalters al-Andalus werden wir ebenfalls vornehmen, um die Sache "rund" zu machen.
In Sachen Musik gibt es Aufklärung über die mittlerweile auch bei uns in Europa beliebten Raï-Musik, die mittlerweile nicht nur in Frankreich absoluten Kultstatus genießt. Im Maghreb trifft die arabische Kultur auf Afrika und Europa und das drückt sich auch mehr als deutlich in der Musik aus. Künstler wie Cheb Mami, Rachid Taha und Khaled, mit seinem Welthit Aïcha, bekommt Ihr ebenso zu hören, wie auch den aus dem Raï entstandenen Genre Raï N'B.
Natürlich hören wir wie immer auch jede Menge Tracks aus Asien, Fernost und dem Rest der Welt.
Khaled feat. Cameron Cartio - "Henna"
Raï n'B Fever- Mohamed Lamine feat. Magic System - "Un Gaou A Oran"
Am 11. April 1909 gründeten 66 Familien in den Sanddünen am Mittelmeer eine Siedlung, die als Gartenstadt konzipiert war: Grün, ohne Industrie und fern ab vom überfüllten Yafo. Aus ihr wurde Israels Metropole Tel Aviv...
"Das wird hier nichts", soll Winston Churchill im Qualm seiner Zigarre gegrummelt haben, als Palästina noch britisch verwaltet war und Architekten Tel Aviv planten. Heute feiert die Metropole ihren 100. Geburtstag. Zum hundertjährigen Jubiläum werden wir uns in der heutigen Ausgabe der OrientAsiaLounge® der Stadtgeschichte Tel Avivs zuwenden.
Wir hören natürlich auch Musik aus Tel Aviv u.a. von Miri Ben-Ari, Dana International, Ofra Haza und dem Rapper Subliminal alias Kobi Shimoni.
Und da wir schon beim Thema Israel sind: Wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen Ostern und dem jüdischen "Pessah-Fest", das zeitgleich mit Ostern gefeiert wird? Dieser Frage gehen wir auch nach...
Wir halten Euch auch auf dem Laufenden, was in Bonn und Umkreis Orient- bzw. Asienspezifisch so läuft. Darüberhinaus hört Ihr wie jeden Sonntag einen bunten Mix aus oriental-, asian und world-music!!
Subliminal & Miri Ben-Ari - "God Almighty When Will it End?"
Die heutige Sendung steht ganz im Zeichen von Bukovina, Brass, Disco Disco, Hotstep und Trompeten-Power! Diesmal spielt sich alles Schwerpunktmässig am, im und auf dem Balkan ab.
Felix Fuhrmann und Haris Mehmedovic entführen euch in die Weiten der Bucovina, in heiße Hotstep-Clubs und auf wilde Brass-Parties!
Außerdem werden wir euch den Film "Gucha - Distant Trumpet" vorstellen und ans Herz legen!
Musik gibt es unter anderem von: !DelaDap, [dunkelbunt], 5'Nizza, Balkan Beat Box, Balkan Fanatik, Boban Marko Markovic, Boom Pam, Dikanda, Dragan Ignjic, Eastenders, Fanfara Kalashnikov, Fanfare Ciocarlia, Gipsy.cz, Gogol Bordello, Haydamaky, Ian Oliver, Kayah, Kocani Orkestar, Miss Platnum, OMFO, Psio Crew, Russkaja, Shantel, ...
Diese Woche haben wir so einige Neuvorstellungen im Gepäck. Vor allem aus Japan hören wir neue Stücke der Künstler Yui, der kanadisch-japanischen Band Monkey Majik, und der j-Pop-Gruppe Home Made Kazoku. Aus Taiwan stellen wir Euch einen neuen Track der c-Pop-Girlgrpoup S.H.E. vor!
Auch aus Korea gibt es ein brandneues Stück der Band Shinhwa mit dem Titel "Throw My Fist" zu hören.
Wir stellen Euch ausserdem die Künstlerin Nawal el-Zoghby aus der arabischen Welt (Libanon) vor und hören ihren aktuellen Hit "Al Layali".
Wir wagen auch einen kleinen Abstecher nach Übersee und spielen das Stück "Boa Sorte" der Brasilianerin Vanessa da Mata.
Inhaltlich geht es unter anderem nach Indien: Wir sprechen über die indischen Mega-Citys wie Mumbai (Bombay) oder Delhi. Auch in Indien leben immer mehr Menschen in Städten. Es ist nicht ganz klar, ob diese Aussage der Weltbank als Warnung, Trendmeldung oder Fakt zu aufzufassen ist. In Mumbai treffen jedenfalls alle drei zu. Jeden Tag wächst die "Maximum City" um mehrere Tausend Seelen an. Missernten, fallende Einnahmen oder kriminell agierende Großgrundbesitzer sind nur einige der Gründe, die die Menschen dazu veranlassen, der ländlichen Umgebung der Metropole den Rücken zu kehren. Landflucht nennt sich das. Wie wirkt sich das auf das soziale Gefüge in den Städten aus? Welche wirtschaftlichen Folgen hat dies für die Metropolen? Und welche kulturellen Auswirkungen? Wie kann städtebaulich bewusst darauf reagiert werden? In Mumbai zerbrechen sich eine Reihe von Personen und Organisationen den Kopf über solche Fragen...
Die asiatischen Kampfkünste, auch bekannt als martial arts sollen heute bei uns in der Sendung hauptsächlich beschrieben und diskutiert werden. Wir werden hierbei sämtliche damit verbundene Assoziationen und auch Klischees aufgreifen und diese einmal auf ihre Gültigkeit prüfen....
Ob die japanischen Sportarten jiu-jutsu, kendo, aikido, karate und judo oder chinesischer kung-fu, wing-chun und tai-chi-chuan, koreanischer tae-kwon-do, oder gar das indische kalarippayat und das indonesisch/philippinische pencak silat - diese werden in der heutigen OrientAsiaLounge® nicht nur beschrieben und unterschiedliche Merkmale aufgezeigt werden, darüberhinaus werden wir auch einmal schauen wo man in Bonn und Region geeignete Schulen (dojo) findet, die je nach Interesse und Neigung eine Ausbildung in der jeweiligen Kampfkunst ermöglicht.
Bei dem Thema asiatische Kampfkünste wird man wohl kaum um das ostasiatische Filmgenre des sog. "martial arts movie" herumkommen. Auch hier haben wir einige auch zum Teil nicht unwitzige Beispiele aus der nunmehr mehrere Jahrzehnte alten östlichen Filmtradition zusammengestellt.....
(Bild: AIKIDO)
Als warm-up hört Ihr hier schonmal aus dem Soundtrack des martial arts Films mit Jet Li "Fearless" (2006) das Stück "HuoYuanChia" des taiwanesischen c-pop mega-stars Jay Chou, welcher übrigens in dem Streifen als einer der Charaktere auch seine schauspielerischen Leistungen unter Beweis stellen konnte. Kampfmäßig geht es auch in dem Musikvideo bereits heftig zu Sache:
In der heutigen Sendung steht Tibet im Mittelpunkt. In dieser Woche findet das 50. Jubiläum des tibetischen Volksaufstands gegen die Besetzung Tibets durch die kommunistische Volksrepublik China statt, die letztendlich zur Flucht des 14. Dalai Lama ins indische Exil führte.
Hintergrund: Kurz nachdem die Kommunisten 1949 im chinesischen Kernland die Macht erobert hatten, kündigten sie die "Befreiung“ Tibets an. 1950 überschritten sie den Yangtse an der Grenze zu Tibet. Auf Widerstand durch die schwach ausgerüstete tibetische Armee treffen sie kaum. Unter Druck unterschreibt eine Delegation des Dalai Lama das sogenannte 17-Punkte-Abkommen. Darin erkennt Tibet die chinesische Herrschaft über Tibet an, und erhält dafür die Zusage einer vollständigen Autonomie. Das politische System Tibets soll nicht angetastet werden. Der 14. Dalai Lama, der seit 1950 im Amt ist, fügt sich nach anfänglichem Zögern in die neuen Verhältnisse. Der Dalai Lama bekennt später in seiner Autobiografie, eine "regelrechte Begeisterung für die Vereinigung Tibets und Chinas entwickelt zu haben. Doch gegen Ende der fünfziger Jahre verschlechtert sich das Verhältnis schnell. Die Tibeter werfen China vor, sich nicht an die Zusagen zu halten. Gerüchte über eine geplante Entführung des Dalai Lama führen im März 1959 zu einem Volksaufstand, der brutal niedergeschlagen wird. Der Dalai Lama flieht nach Indien und China erklärt die tibetische Regierung für aufgelöst.
Tibet wird natürlich auch musikalisch thematisiert. Diese Woche haben wir darüberhinaus auch Neuvorstellungen aus Südkorea und dem Iran.
Hier ein kleiner Vorgeschmack aus Ägypten mit der aus Marokko stammenden arab-pop Queen Samira Said:
Samira Said - "Ma Khalas"
(12.03.2009) Nachtrag:
Wir wagen natürlich wie immer auch einen kleinen Blick vor die europäische Haustüre:
Wir hören diesmal u.a. CHAMBAO aus dem spanischen Andalusien (Málaga) mit ihrem sehr schönen Stück 'Pokito a Poko'.....
In der OrientAsiaLounge® am nächsten Sonntag stellen wir in aller Ausgiebigkeit den neuen Bollywood-Blockbuster "Slumdog Millionär" vor. Der Filmstart in Deutschen Kinos ist am 19. März. Bereits am vorletzten Sonntag hat der Bollywood-Streifen des britischen Regisseurs Danny Boyle ("Trainspotting"), zum allerersten Mal in der Geschichte des indischen Films, auch in Hollywood allertiefste Anerkennung geerntet. Gleich sage und schreibe ACHT Statuetten hat "Slumdog Millionär" bei der kürzlichen Oskar-Verleihung abgestaubt!! Das stößt im Mutterland Indien jedoch nicht nur auf Freudenrufe - es wird auch viel Kritik laut.....
Die Story: Der 18-jährige Jamal Malik (Dev Patel) ist als Vollweise in den Slums der indischen Mega-Metropole Mumbai aufgewachsen und nur noch eine Frage von dem sensationellen Gewinn von 20 Millionen Rupien (ca. 300.000 Euro) entfernt. Er hat in der TV-Show „Wer wird Millionär?“ bereits 14 Fragen korrekt beantwortet und setzt nun alles auf eine Karte. Löst er die finale Frage, kassiert er den Hauptgewinn. Scheitert er, geht er mit leeren Händen nach Hause. Schnitt: Jamal ist verdächtigt, bei der Fernsehsendung betrogen zu haben. Zwei knallharte Polizisten (Irrfan Khan, Saurabh Shukla) nehmen ihn in die Mangel. Sie wollen ein Geständnis aus ihm herauspressen. Doch Jamal bleibt beharrlich bei seiner Version, dass er die Antworten ehrlich gewusst habe. Zu jeder gestellten Frage in der Show erzählt er von einem einschneidenden Erlebnis aus seiner Kindheit, das ihn auf die richtige Antwort brachte. Immer wieder geht es dabei auch um Maliks Jugendliebe Latika (Freida Pinto), von der er unter herzzerreißenden Umständen getrennt wurde, und um seinen großen Bruder Salim (Madhur Mittal), der in die Kriminalität abgerutscht ist…
Der vom in Indien groß gefeierten Musikproduzenten und Bollywood-Musik Guru A.R. Rahman komponierte Soundtrack zum Film ist in Indien z.Zt. mehr als nur "en vogue"! Hier hört Ihr vorab schonmal den riesen Hit aus dem Soundtrack "Ringa-Ringa":
Felix Fuhrmann:
Mein persönlicher Favorit auf dem Slumdog OST ist der A.R. Rahman Track "Mausam And Escape". Nice Dark-Ambient Style. Als einziger weiterer Künstler bzw Künstlerin tritt auf dem Album M.I.A. auf. Sie ist mit "Paper Planes" gleich doppelt vertreten und featured Rahman in dem Track "O Saya". Der Oscar für die beste Musik ging übrigens an A.R. Rahman für "Jai Ho", den finalen Song des Films. Bollywood-Sound in Perfektion. Wer den indischen Dancehall und Hotstep feiert und nur nicht so recht weiß, wo er danach suchen soll, der wird auf dem Sampler "Bombay Beats" von Mykel Angel fündig! Hier gibts eine BombayBombe nach der anderen. Ebenfalls Garant für guten IndiaDancehall ist Arash. Wer es traditioneller mag greift dann wohl am ehesten zu Ravi Shankar.
Für alle Freunde von Vodka, Bucovina, Fanfare, Balkan Hotstep & DiscoDisco findet am Freitag den 06.03.2009 im Gebäude9 in Köln/Deutz die "Balkan Express Party" statt. Dieses etablierte Event bringt auch den müdesten Partizanen noch zum tanzen und schwitzen! Die Sause startet um 23 Uhr.
Die heutige Sendung steht ganz im Zeichen der Samurai. Das Schwert war ihre Seele. Sie waren treu bis in den Tod; verloren sie ihren Herrn, begingen sie Selbstmord. Die Samurai, Japans Ritter, beherrschten das Land 700 Jahre lang - und ihr Mythos lebt noch heute.
Die Samurai bildeten eine Kriegerkaste, die ganz oben in der mittelalterlichen japanischen Stände-Gesellschaft verankert war. Ihr Aufstieg begann vor 1000 Jahren, 700 Jahre lang hatten sie Japan fest im Griff. Sie besaßen enorme Privilegien: Nur ein Samurai war berechtigt, zwei Schwerter, ein Kurz- und ein Langschwert - das legendäre Katana - zu tragen. Und er hatte die Lizenz zum Töten: Brachte ihm ein Bürger nicht den nötigen Respekt entgegen, konnte ein Samurai ihm sein Leben nehmen. Dennoch genossen die Samurai keine Narrenfreiheit...
Wir werden heute sowohl die vielen Legenden behandeln, die sich um die Samurai ranken, als auch historische Hintergründe und Fakten liefern.
Musikalisch werden wir uns zwar auch Japan zuwenden, jedoch verlieren wir dabei nicht den Gesamtblick über Asien: Wie jeden Sonntag ein "Potporree" aus Orient, Fernost und mehr...
Hier ein kleiner Vorgeschmack der japanischen Band "Tripple A":
Heute widmen wir uns unter anderem auch dem Bollywood-Genre und klären die eine oder andere Begrifflichkeit. Bollywood findet man(n) entweder schrecklich schmalzig, oder man liebt es einfach!! Ein Thema der Extreme halt - nicht unbedingt fürs Mittelfeld gedacht.
Hier schonmal ein Vorgeschmack mit Sharukh Khan und Konsorten....
In dieser Ausgabe der OrientAsiaLounge® dürft Ihr Euch u.a. über eine brandneue Musikauswahl unseres Musikredakteurs Felix Fuhrmann freuen, der in Sachen ChinaPop (c-pop), JapanPop (j-pop) und AfghanMusic sicherlich auch die eine oder andere Hintergrund-Info liefern wird. Ihr hört weiterhin 2008er Hits aus der Türkei und der arabischen Welt. Ausserdem haben wir auch eine kleine "Überraschung" für Euch...
Im Studio begrüßen wir weiterhin den bonner Orient-Experten Tilman Böcker (WDR-Fernsehen), der uns mit aktuellen Meldungen in punkto Migration und dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan beliefert.
Die eine oder andere witzige Kuriosität aus dem fremdvertrauten Asien wollen wir Euch natürlich auch nicht vorenthalten.....
(red)
Felix Fuhrmann:
Für alle, die in der Sendung voriger Woche mit "MQ" afghanischen Hip-Hop gefeiert haben und gerne noch mehr davon hören wollen: Ihr findet ihn bei MySpace und könnt euch auf MQs Homepage sein Mixtape "Khoosh Amaden" for free herunter laden!
Ein wenig was zur Bio: MQ aka Mustafa Baseq (zu seinem Namen "MQ" kam er durch die Kombination aus [M]ustafa Base[Q]) wurde 1991 in Kabul, Afghanistan geboren. Mit fünf Jahren kam er nach Holland und fing mit 10 an erste Gehversuche im "DutchRap" zu unternehmen. Im Alter von 14 Jahren und mit großem Einfluss durch "Da Jokerz" fing er mit afghanischem Rap an und erkannte darin seine Bestimmung. Mit seinem Track "teka Teka", ein Disstrack gegen Da Jokerz, hatte er auf mastana.net großen Erfolg. Er verfolgte dann weiter DariRap und nahm etliche Songs auf. Auf seinem Weg unterstütze ihn vorallem der afghanische DJ "DJ Roshan". 2007 brachte er mit DJ Roshan und Wahid Bayar den Track "Relax" heraus, der für einen neuen und frischen Sound in der afghanischen Musikkultur steht. Im Jahr 2008 dann dropte er ein erstes Mixtape "Khoosh Amaden", was auf dari "Willkommen" bedeutet. Ich bin gespannt was wir für 2009 erwarten dürfen...
Und hier vorab schonmal ein wenig OrietAsia-Feeling. Asiens R&B-Queen Koda Kumi aus Japan mit einem Video zu dem Track "Candy" aus ihrem 2006er Album "Best - Second Session":
Heute setzen wir thematisch historische Akzente und entführen Euch ins Persien des Mittelalters. Zu Gast bei uns im Studio ist der frischgebackene bonner Orientalist Tilman Böcker und wird uns über die Assasinen aufklären.
Die Assasinen sind eine sagenumwobene ismailitische Sekte, die durch Berichte von Kreuzfahrern und später durch Reiseberichte, wie z.B. die des Marco Polo, auch in Europa bekannt wurden. Diese wirkten in der Zeit von 1080 bis 1270 n.Chr. und galten sowohl als Meuchelmörder an hochgestellten Persönlichkeiten ihrer Zeit, wie auch als Haschisch konsumierende und orgiastische Feste feiernde Sekte.
Musikalisch werden wir uns u.a. der nahöstlichen und persischen Sufi-Musik annähern.
Weiterhin hören wir folgende Künstler aus China und Taiwan: Jay Chou, Jolin Tsai, Show Lo und viele viele andere mehr...
Alles in allem eine "schwindelerregende" Rundreise durch den Orient - ähnlich diesem Derwisch-Tanz ;) :
Herzlich Willkommen auf den Blogseiten zur OrientAsiaLounge®. Die auf Radio96acht/Bonn (UKW 96,8 MHz) gesendete und im Internet auf www.radio96acht.de gestreamte Sendung hat sich ganz dem Thema 'Weltmusik' verschrieben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auch inhaltlich im Orient und Fernost, aber wir versorgen euch auch mit Musik aus anderen Erdteilen. Zudem sind stets Studiogäste mit interessanten Beiträgen zu Besuch. Alle Studierenden der Asienwissenschaften am Uni-Campus Bonn erhalten hier ausserdem brandaktuelle Infos rund um ihren Studiengang.
Bei Fragen, Musikwünschen, Anregungen und Tipps, erreicht Ihr das Sendestudio unter 0228/737373 oder per eMail an studio@radio96acht.de!
Jeden Mittwoch von 21.00h bis 24.00h!
Empfangbar in Bonn und dem Rhein-/Siegkreis auf UKW 96.8 (MHz) und weltweit per Internetstream auf www.radio96acht.de!
Every Friday starting 9 p.m. on FM 96.8 - The Finest Electronic Beats On Air! Das ganze wird euch präsentiert von Felix, Christoph, Felix und wechselnden, illustren Gästen! Empfangbar im Rhein-/Siegkreis über UKW 96.8 und weltweit per Internetstream auf radio96acht/Bonn. Mehr...
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